Die Pfarrei
Die Geschichte der Römisch-Katholischen Pfarrei Temeswar-Josefsstadt reicht bis ins 18. Jahrhundert zurück.
Die kaiserliche Macht begann 1719 mit einer groß angelegten Besiedlung des Banats. Vor allem katholische Deutsche wurden in Temeswar angesiedelt, die den Handwerkerteil der Bevölkerung bildeten.
Der heute als Josefsstadt bekannte Stadtteil hieß damals Deutsche Majore.
Die 1774 gegründete römisch-katholische Pfarrei Josefsstadt war zu Beginn hauptsächlich eine deutschsprachige Siedlerpfarrei, die sich später weiterentwickelte, da sich neben den deutschsprachigen Gläubigen auch ungarischsprachige Siedler ansiedelten, sodass sie lange Zeit als zweisprachige (deutsch-ungarische) Pfarrei fungierte.
Die noch heute genutzte, im einfachen Barockstil erbaute Pfarrkirche wurde 1775 geweiht.
Die Zahl der Gläubigen hat sich im Laufe der Geschichte ständig verändert. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zählte man mehr als 10.000 römisch-katholische Gläubige, deren Zahl jedoch aufgrund der Abwanderung, insbesondere infolge des Zweiten Weltkriegs und des Systemwechsels, bis heute erheblich zurückgegangen ist.
Derzeit, zu Beginn des 21. Jahrhunderts, gehören etwa 1100 Personen zur Gemeinde. Die Gläubigen loben den Herrn in ungarischer, rumänischer und deutscher Sprache sowie in geringerem Umfang auch in slowakischer Sprache.
Trotz ihrer langen Geschichte verfügte die Gemeinde nicht über ein eigenes Pfarrhaus.
Nach den Veränderungen im Jahr 1990 kam mehrfach die Idee auf, ein eigenes Pfarrhaus zu errichten.
Mit Gottes Hilfe und der Unterstützung vieler wohlwollender Menschen wurde 2016 in der Nähe der fast 250 Jahre alten Kirche ein Pfarrzentrum errichtet, das den heutigen Anforderungen entspricht.
Das Gebäude beherbergt Gemeinschaftsräume, Büros, Pfarrwohnungen und Gästezimmer.
Das neue Gebäude wurde am Samstag, dem 22. Oktober 2016, im Rahmen einer Heiligen Messe von Ex. Martin Roos, Bischof von Temeswar, gesegnet.